4. Science Slam Karlsruhe – Rückblick

slam4aMoritz Zaiss, Physiker vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, überzeugt das Publikum von seiner Forschung und gewinnt mit elf Punkten Abstand den 4. Science Slam Karlsruhe am 19. Januar 2012 im Jubez.

Los ging‘s mit einer Gesangs- und Hüpf-Einlage, mit der Moritz die Zuschauer aufforderte Tonleiter zu singen. Das funktionierte überraschend gut! Mit live durchgeführter Audio-Analyse war Moritz sogar in der Lage zu bestimmen, wo im Publikum tendenziell Frauen sitzen. Das kam beim technisch-versierten Karlsruher Publikum natürlich gut an! Doch was hat das mit seiner Forschung zu tun? Sein durchgeführtes Experiment war eine Metapher zum Funktionsprinzip eines Magnetresonanz-Tomographen, das gewebeschonend in der Lage ist, dreidimensionale Bilder zum Beispiel von Gehirntumoren zu erzeugen. Moritz bekam 98 von 100 möglichen Punkten.

Aber das war nicht das einzige Highlight des Abends! Die frugivoren Fledermäuse von Benjamin Stegmann (Ulm) beeindruckten ebenfalls! Denn im Vergleich zum Menschen nehmen diese Tierchen über Feigen jede Nacht so viel Zucker zu sich, was ca. 120 Liter Cola entspricht. Und doch bekommen sie kein Karies. Und auch hier zeigt sich, dass Grundlagenforschung konkrete Anwendungen mit sich bringt. Denn wird das Karies-Rätsel gelöst, bräuchte man nie wieder zum Zahnarzt…

Neben den naturwissenschaftlichen Themen lernte das Publikum unter anderem auch die Katharer kennen, jene christliche Glaubensbewegung im 13. Jahrhundert, die von den Franziskanern ausgelöscht wurde. Doch auch hochbrisante Projekte wie Wikipedia erhielten Einzug ins Jubez. Auf 142 Folien stellte Medienwissenschaftler Martin Storbeck die Macht der Allgemeinheit gegenüber einer begrenzten Anzahl von Spezialisten dar; mit anderen Worten: die U-Boot-Flotte.

Der nächste Slam findet am 19. April 2012 im Jubez statt. Der Vorverkauf hat bereits begonnen!

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