2. Science Slam Karlsruhe – Rückblick

Rückblick auf Slam 2 : Auf die Plätze – science – SLAM

Slam2aScience Slams sind seit einiger Zeit in jeder namhaften Universitätsstadt zu finden und spätestens seit dem 30. Juni kann sich auch Karlsruhe zu den etablierten Slam-Städten zählen. Denn zum besagten Termin lud Falko Brinkmann zur zweiten Ausgabe ins Jubez ein und präsentierte diesmal Forscher der Geistes-, Ingenieurs- und Naturwissenschaften.

Zehn Minuten bleiben den Slammern das Publikum von ihrem Projekt zu überzeugen. Und dies gelang bei jeder Präsentation. Boris, Teilchenphysiker aus Göttingen, der am CERN-Experiment beteiligt ist, legte als erster Slammer auf der Bühne die Messlatte sehr hoch. Mit Überraschungseiern erklärte er die Grundfrage eines Teilchenphysikers: „Was ist drin?“ passend zum Titel seines Vortrags: „Bis(s) ins innere des Protons“. Elegant verglich er das Vorgehen zum Finden seiner Traumfrau mit der Suche nach der dunklen Materie. Das Publikum war begeistert, spendete tosenden Applaus und stimmte ab. Boris erhielt 80 von 100 Punkten.

Vor der Pause tauchte Dirk mit aufblasbarem Schwimmring, Delphin und Bötchen auf der Bühne auf. Die erste Folie zeigte sein Promotionsthema von der Massey University in Auckland, welches er sich erlaubte umzuformulieren: „Wilder Sex im Südpazifik“. In seiner Arbeit ging es um den Einfluss von Dolphin-Watching-Booten auf das Sozialverhalten von Delphinen. Mit vielen Fotos, aber vor allem durch seine aufblasbaren Utensilien, sprich Delphin und Boot, stellte Dirk die Reaktionen der Tiere auf Besucherboote dar und brachte das Publikum mit einschlägiger Gestik und Rhetorik zum Lachen. Aufgrund seiner Doktorarbeit dürfen die Boote in Neuseeland nur noch 45 Minuten eine Delphingruppe beobachten.

Nach jedem Vortrag steckten die Zuschauer ihre Köpfe zusammen und diskutierten die Präsentation in Hinblick auf Verständnis, Gehalt und Unterhaltung. Dirk erhielt 72 Punkte.

Bevor der Abend nach knapp zwei Stunden zu Ende ging, sollte dieser seinen Höhepunkt erhalten: Speed up your Mind! Neurobiologe Henning aus Ulm verdeutlichte mit dem Schall und Rauch einer Prezi-Präsentation den Aufbau des Nervensystems und wies darauf hin, dass eiweis- und fetthaltige Nahrung die Gedanken auf Geschwindigkeit bringen: Ein Dank an die Karlsruher Mensen folgte.

Henning erreichte den ersten Platz und Gewann das Jahresabo vom Magazin GEO sowie ein professionelles Präsentations- und Moderationstraining vom SWR in Baden-Baden. Enden sollte die Veranstaltung noch einmal mit dem Aufruf nach Slammern. Auch wenn diesmal nur „Auswärtige“ auf der Bühne standen, der nächste Science Slam am 20. Oktober im Jubez soll wieder ganz in der Hand von Karlsruhern liegen!

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