1. Science Slam Karlsruhe – Rückblick

Full House beim ersten Karlsruher Science Slam

Ein besonderer Abend mit glücklichen Proteinen und Nilpferden

slam1350 begeisterte Zuschauer erlebten am 3. März 2011 einen sehr abwechslungsreichen und unterhaltsamen Abend beim ersten Science Slam im Jubez. Sechs Studenten, Doktoranden und fertige Wissenschaftler aus ganz Deutschland präsentierten ihre Forschung in zehn Minuten; das Publikum stellte die Jury und bescherte gleich zwei erste und zwei zweite Plätze. Eine Foto-Gallerie zeigt einige Eindrücke des Slams.

Los ging es mit Jan, Student der Sozialen Arbeit an der Hochschule Mannheim. Mit seiner Bachelor-Arbeit über „Messbarkeit von Qualität / Qualität von Messbarkeit – Ein Sozialarbeiter zwischen den Fronten“ brachte er gleich das gesamte Spektrum der Möglichkeiten auf die Bühne. Eine Mischung aus Vortrag, Geschichte und Gitarren-Solo. Es folgten Tobias aus Jena mit seiner Forschung über „das Seepferdchen der Studienabschlüsse: dem Bachelor“ und Sebastian, Doktorand aus Karlsruhe, der über Retro-Computergames referierte.

Das Publikum wurde voll mit einbezogen. So beendeten die Zeitnehmer mit Laboruhr und Faschings-Tröte die Vorträge; 100 freiwillige Juroren verteilten die Punkte und die zwei Lehramtsstudenten addierten diese zum Ergebnis zusammen.

Der zweite Durchgang mit drei weiteren Slammern versprach noch mehr Unterhaltung und bescherte die zwei ersten Plätze. Tobias, Doktorand aus Zürich, erhielt minutenlangen Applaus nach seinem trocken klingenden, aber grandiosen Vortrag über die Physik in Filmen und Games am Beispiel von Plüsch-Nilpferd Nils. Jochen aus Heidelberg erklärte, wieso man doch Mikrofaser-Tücher zum Putzen französischer Autos nehmen sollte. Björn und sein Protein Dorothea waren der Höhepunkt des Abends. In ihrer Performance über spezifische Protein-Bindung an Oberflächen dienten High-Heels und dreidimensionale Rundungen dem Publikum als hervorragende Veranschaulichung.

„Wir waren kurz davor die Türen wegen Überfüllung zu schließen. Dass der Science Slam gleich zu seiner ersten Veranstaltung einen so großen Zulauf hat, spricht für die Neugier des Karlsruher Publikums.“, so der Initiator und Moderator vom Science Slam Karlsruhe, Falko Brinkmann. „Meinen Dank gilt den sechs Slammern, die ihre Forschung vorbildlich präsentiert und uns eine super Premiere beschert haben.“

Dass gleich der erste Science Slam zwei Patt-Situationen aufwies, ist ein glücklicher Zufall. So belegten Tobias aus Jena sowie Jochen aus Heidelberg mit gleicher Punktzahl den zweiten Platz. Den ersten Platz teilten sich das Doktoranden-Team Dorothea / Björn vom Karlsruher Institut für Technologie mit Physiker Tobias von der ETH Zürich. Die beiden Sieger-Teams mussten sich zwar einigen, wer den Wanderpokal, ein Retro-Mikrofon, mit nach Hause nehmen darf, jedoch ein Jahresabo vom Hauptsponsor GEO gab es für beide!

„Nun gilt: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, so Initiator Brinkmann. „Die Suche nach sechs neuen Slammern hat wieder begonnen. Wir setzen nun voll auf die Karlsruher Studenten und Forscher!“  Der Science Slam findet nun viermal im Jahr statt; der nächste Termin ist im Juni.

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